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Inzuchtschäden ?
#1
Hallo zusammen

Ich habe ja seid Anfang Januar ja meine ersten Vampirkrabben Jungen.
Mit denen wollte ich meine Gruppe vergrößern. Aber wenn die sich dann untereinander wieder vermehren kommen dann irgendwann Schäden an den Tieren ( zu Klein oder Verwachsungen ).
Meine Stamm Tiere sind von zwei verschiedenen Geschäften und alles Wildfänge.
Ich habe ein Meter Becken in dem die drei Erwachsenen Tiere Leben. Wie viele Jungtiere kann ich noch zu Ihnen setzen?

Gruß Karin
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#2
Hallo Karin,

die Frage nach der Inzucht habe ich mir und anderen immer wieder gestellt. Die Antwort die ich meist bekommen habe ist, das Inzucht bei Wirbellosen zu keinen erkennbaren Schäden führt. Ich selber züchte seit 3 Jahren mit einem Stamm von Vampirkrabben. Es kamen zwar ab und zu mal ein paar Tiere von anderen Züchtern dazu, aber auf die Menge ist das unerheblich. Trotzdem habe ich gerne mit anderen Züchtern getauscht, einfach weil mir wohler dabei war ab und zu neue Gene mit einzubringen.

Auch bei Garnelen scheint die Inzucht kein Problem zu sein. Auch alle Zwergflusskrebse camabarellus patzcuarense orange (cpo), die ja mittlerweile sehr beliebt sind, stammen von einem einzigen Paar ab, die bei einem holländischer Züchter die Mutation zu orange gezeigt haben.

Also scheint offensichtlich Inzucht kein wirkliches Problem zu sein.

Trotzdem würde ich jedem raten ab und zu ein neues Tier hinzu zu setzen. Ist irgendwie sicherer Icon_wink

Jungtieren wird von den Vampiren nicht generell nachgestellt, ein gewisser Kannibalismus ist aber durchaus vorhanden, bzw damit muss gerechnet werden. Aber bei einem 1m Becken, mit viel Moos und Struktur, kannst Du sicherlich noch 30-40 halbwüchsige Jungtiere dazu halten. Ich habe in einem 80x35x40 Becken 2 Würfe von Vampiren großgezogen (zusammen mit den Eltern) und es sind ca. 80 Jungtiere großgeworden.
Ich habe sie dann (5-8mm Panzerbreite) aber auch zügig abgegeben, damit der Platz nicht zu eng wird.
Gruß!

Hans-Jürgen Günter
aka Püffi
Ihr sucht ein Buch über Krabben? Hier ist es:

Die Krabbenfibel, Von Monika Rademacher & Ollie Mengedoht, erschienen im Dähne Verlag
-----------
Aqua-Terrarium.de hat für immer geschlossen. Die Landzonen gibt es weiterhin hier:
http://www.aquarien-schrank.de/epages/62...s/Landzone
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#3
Zitat: Trotzdem würde ich jedem raten ab und zu ein neues Tier hinzu zu setzen. Ist irgendwie sicherer Icon_wink
Hmm.. wieso? ich meine bei Fischen / Zwerggarnelen ist das ja recht einfach, aber bei den Krabben müsste man ja das Becken umdekorieren... & z.B. bei den Garnelen züchtet man ja extra mit F1 etc...
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#4
Hi,

Inzucht ist bei Wirbellosen in der Regel nicht degenerativ. Probleme treten bei Wirbeltieren auf, je komplexer die werden. Siehe Inzucht bei Menschen. Menschenaffeen, Meeressäugern etc.

Bei der kontrollierten Zucht, frische ich die "Blutlinie" mit neuen Tieren regelmäßig auf. Ob das bei WiLos nötig ist oder nicht, weiß ich nicht. Mache es aber trotzdem. Bei meinen Vogelspinnen nehme ich grundsätzlich genetisch nicht verwandte Tiere. Um nen möglichst "frischen" Genpool zu haben. Da einige meiner Spinnen artgeschützt sind. Einigen halten mich zwar deshalb für verrückt.

Gruß Abubu
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#5
Hallo zusammen

Danke für die Antworten. Ja dann werde ich erstmal alles so lassen wie es ist. Die Kleinen sind ja erst sieben Wochen alt.

Gruß Karin
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#6
Hi

Ich kann mich dazu nur theoretisch äußern, da ich nicht züchte. Fest steht aber, dass es von Generation zu Generation Minimutationen gibt. Wie hätte man sonst aus wildfarbenen Tieren alle möglichen Farbschläge herauszüchten können. Fest steht auch, dass ein Züchter, der zwei oder mehr Tiere hat, die sich in seinen Augen positiv von den anderen abheben, sie untereinander verpaart um dieses Merkmal zu festigen oder zu steigern. Das ist künstliche Zuchtwahl. Haben diese Tiere außer den sichtbaren erwünschten Veränderungen auch unsichtbare, evtl. unerwünschte, so festigt und steigert man auch diese. Bei der raschen Generationenfolge und den hohen Stückzahlen kommt da so einiges an Veränderungen zusammen. Wie hätten sonst Genetiker mit der Taufliege (Drosophila melanogaster) in drei Jahrzehnten alle möglichen Veränderungen erzielt: Körperfarbe, Augenfarbe, einfache oder gegabelte Borsten, flügellos, stummelflügelig und so weiter. Und die Taufliege ist ohne Zweifel eine Wirbellose. Im Garnelenforum kam es jetzt zu zahlreichen outings, wo Halter von crystal red probleme bis zum Totalverlust hatten. Unsere Pfleglinge haben wahrscheinlich auch nach mehreren Generationen gewisse "verborgene Mängel" Ein großer Teil davon wird sich nicht bemerkbar machen, da es die Faktoren: Fressfeind, Hunger oder andere Notsituationen nicht gibt, die für eine gesunde Auslese sorgen würden. Auch ist dieser Trend zu neuen Farbspielarten bei der Krabbenhaltung - gottseidank - noch nicht ausgebrochen. Ich will damit auf keinen Fall das Züchten in Bausch und Bogen madig machen, aber bei Garnelen ist meiner Meinung nach schon der erste Schritt in Richtung "Qualzucht" getan.

MfG.
Wolfgang
natura magister artium
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#7
Palinurus schrieb:Ich will damit auf keinen Fall das Züchten in Bausch und Bogen madig machen, aber bei Garnelen ist meiner Meinung nach schon der erste Schritt in Richtung "Qualzucht" getan.

*nickt* der Gedanke kommt mir seit einigen Monaten auch immer wieder mal. Und auch zum Rest, ich stimme dir insofern zu, als dass neben erwünschten natürlich auch diverse unerwünschte und zudem möglichgerweise unerkannte Merkmale weitervererbt werden, insofern empfehlen wir auch, nie mit offensichtlich beeinträchtigten Tieren zu züchten, wenn nicht nachvollziehbar ist, ob die Beeinträchtigung ggf erbbedingt ist. Kürzlich gab es das Thema hier im Forum im Zusammenhang mit einer offensichtlich fehlgebildetet Geosesarma.

Tatsächlich denke ich, dass hier einfach auch noch die Erfahrungswerte fehlen, um eine verläßliche Aussage über mögliche Erbschäden zu tätigen, die ersten Geosesarma-Arten sind in Deutschland erst im Frühjahr 2006 aufgetaucht, das ist für solcherlei Beobachtungen und Untersuchungen ein definitiv zu kurzer Zeitraum.
LG
Moni
aka Ygra

[Bild: 300pw-harlek3.jpg]
Wer anderen in den Hintern kriecht muss sich nicht wundern, wenn er ihnen irgendwann zum Hals raus hängt
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